Durch den Isaan nach Chiang Mai und Kanchanaburi 1-4

11. Oktober, 7:00 Uhr, 
Zuhause:
-Ich: Wann kommen wir heute von der Schule zurück nach Hause?
– Gastmutter: Sicher vor 15:00 Uhr!
Noch 11 Stunden bis zu meinem Flug
11. Oktober, 16:45 Uhr,
Wat Som Wang School:
Ich denke, langsam wird es Zeit zum Flughafen zu fahren. Eigentlich wollten wir doch schon um 15:00 Uhr zu Hause sein.
Noch 1 1/2 Stunden bis zu meinem Flug
11. Oktober, 17:40 Uhr,
Flughafen Suratthani
30 Minuten vor Abflug angekommen! Noch nie so knapp am Flughafen gewesen! Das muss wohl diese Thai-Time sein! 😀

Es ging also los, die (Herbst)ferien und damit die erste große Reise. Zwei Wochen durch den Isaan (Nordosten) und den Norden Thailands.

 

ReiseNordthailand1.PNG

Khon Kaen (1)

Der erste Stopp und auch die Stadt, in der ich Toni, eine Mitfreiwillige treffen werde, ist Khon Kean. Mit dem Auto braucht es dorthin gute 14 Stunden von Suratthani und mit Bus oder Zug noch wesentlich mehr. Deshalb entschied ich mich für einen Inlandsflug nach Bangkok (Don Muang) und eine Weiterfahrt mit dem Reisebus nach Khon Kaen.

Die Anreise verlief recht problemlos – das aber auch nur Dank der Hilfsbereitschaft der Einheimischen, denen ich begegnet bin. Nachdem ich in Bangkok den falschen Bus vom Flughafen zur Busstation Mochit erwischt hatte und eine Station vorher aussteigen musste, habe ich es trotzdem irgendwie wieder in den richtigen Bus geschafft und wurde dann aufgrund meiner offensichtlich verwirrten Ausstrahlung bis ins Busterminal eskortiert. Und auch, als ich frühs um 4:30 Uhr in Khon Kaen, vier Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, eintraf, wurde ich in den richtigen Bus bugsiert und kam schließlich unbeschadet im Hotel an.

Khon Kaen ist eine recht große Stadt im Zentrum des Issans (Nordosten Thailands). Es kommen eher wenige Touristen dort hin und auch ich habe es eher als eine Durchgangsstation Richtung Mekong gesehen. Dennoch ist die Stadt recht schön und ein guter Ausgangspunkt, um sich den Isaan anzusehen. Ich übernachtete dort einmal und schaute mich etwas um. Mir ist zuerst aufgefallen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich besser sind, als in Suratthani. Es gibt acht bis neun verschiedene Buslinien und einen 24h-Bus, der die Busstation mit der Innenstadt verbindet.

 

 

Nongkhai(2)

Am nächsten Morgen traf ich Toni und wir organisierten uns einen Van über Udonthani nach Nongkhai . Nongkhai liegt am Mekong gegenüber der laotischen Hauptstadt Vientiane. Wir mieteten uns im MutMee Garden Guesthouse ein, welches ich übrigens nur weiterempfehlen kann! Dort gab man uns einige nützliche Tipps für Unternehmungen am Abend und am Folgetag in Nongkhai.

So kam es, dass wir abends den Sonnenuntergang an der langen Promenade am Mekong anschauten und am nächsten Tag mit dem Fahrrad zum Salakaeoku Skulpturenpark fuhren.
Der Park wurde von einem Thai-laotischen Künstler errichtet, der nach der kommunistischen Revolution in Laos nach Thailand floh. Dort gibt es riesige, aus Beton hergestellte Buddahstatuen zu sehen, die bis zu 20 Meter in den Himmel ragen. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

 

Sangkhom (3)

Das nächste Ziel sollte eigentlich Chiangkhan, ebenfalls am Mekong, sein.
Dort wollten wir zwei Nächte bleiben. Da die Busverbindungen dorthin aber mehr als schlecht sind und uns ein Mitarbeiter des MutMee Guesthouses geraten hat lieber nicht zu lang in Chiangkhan zu bleiben, schmissen wir unseren Plan über den Haufen.
In ca. vier Stunden ging es dann mit einem Nahverkehrsbus, der seine besten Tage auch schon hinter sich hatte, am Mekong entlang nach Sangkhom.
Während wir fuhren, verwandelte sich die Landschaft um uns herum von grünen Reisfeldern zu einer Berglandschaft, durch die sich unser Bus wagemutig hindurchschlängelte. Schon etwas müde kamen wir mit dem Sonnenuntergang in Sangkhom an allerdings ohne Schlafplatz. Sangkhom stellte sich als eine sehr kleine und sehr verschlafene Stadt heraus, die erst wenige Touristen gesehen hatte. Trotzdem fanden wir eine Unterkunft, bei einer netten älteren Dame, die zwar kein Englisch sprach, uns aber trotzdem herzlich aufnahm.
Für den nächsten Morgen planten wir den Sonnenaufgang anzuschauen. An den morgendlichen Nebel hatten wir dabei nicht gedacht und so bot sich uns an Stelle eines idyllischen Sonnenaufgangs ein ebenso beeindruckender Morgennebel über dem Mekong. Um zehn Uhr morgens ging es dann mit dem nächsten, ebenso betagten Bus in Richtung Chiangkhan weiter.

 

Chiang Khan (4)

Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel, Chiangkhan, das in einigen Reiseführern so oder ähnlich beschrieben wurde: Wenn du Thailand einmal abseits der ausgetretenen Pfade und Stranddestinationen erleben möchtest, ist der kleine Ort Chiang Khan im Nordosten des Landes vielleicht genau das Richtige für dich.“  Trotz der durchweg positiven Berichte über den abgelegenen, unentdeckten und idyllischen Ort am Mekong, war Chiangkhan leider die größte Enttäuschung auf unserer Reise. Unentdeckt ist dieser Ort verglichen mit Nongkhai und Sangkhom nämlich so gar nicht. Auf der Walking Street, der „größten Attraktion“ im Ort, gibt es die üblichen Souvenirs und Snacks für Touristen. Das wäre noch nicht so schlimm, wenn wir nicht von fremden Leuten zweimal ungefragt gewarnt worden wären, unser Zimmer im Hostel gut zu verschließen, um betrunkene Touristen zu vermeiden. Das taten wir dann auch und als am nächsten Tag der erste Schock über den vermeintlichen Geheimtipp Chiangkhan verdaut war, versuchten wir das Beste daraus zu machen.
Ein weiterer Höhepunkt der Stadt ist der Berg Phu Tok, von dem aus man den Sonnenaufgang beobachten kann. Und was soll ich sagen, wir hatten es einfach nicht so mit Sonnenaufgängen auf dieser Reise.  Es war wieder nur dichter Nebel zu sehen, der sich auch nach einer Stunde des Wartens nicht verzog. So fuhren wir hungrig und ohne Sonnenaufgang  wieder in die Stadt zurück.
Danach ging es mit dem Fahrrad zu den nahegelegenen Mekong-Stromschnellen. Diese stellen tatsächlich ein nettes Ausflugsziel dar. Stromschnellen klingt zwar spektakulärer als das, was wirklich zu sehen ist, aber dennoch war es den kurzen Ausflug wert. Um die Stromschnellen herum gibt es viele Stände, die Essen, Trinken und Souvenirs verkaufen. Es werden auch Bootsfahrten durch die Stromschnellen angeboten. Nachmittags brachen wir dann mit dem Bus nach Loei auf, um von dort aus nach Chiang Mai zu fahren….
Der zweite Teil folgt hoffentlich bald 😀

 

Bis bald! 🙂

Eva

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s