Pull the monk and float the boat

–  Von Chak Phra und Loi Krathon

Da Weihnachten für mich dieses Jahr leider so gut wie ausgefallen ist, hier ein kleiner Bericht über zwei Feste, die ich stattdessen schon mit erlebt habe.

Loi Krathong

November full moon shines
Loy Krathong, Loy Krathong
and the water’s high in the river and the Klong
Loy Loy Krathong, Loy Loy Krathong
Loy Krathong is here and everybody’s full of cheer
We’re together at the Klong
Each one with his krathong
As we push away we pray
We can see a better day

 

Loi Loi Krathong…Loi Loi Krathooooong, Wochen vor und nach dem eigentlichen Loi Krathong Tag, dem 3. November 2017, schwirrte mir dieses Lied im Kopf herum. Loi Krathong oder zu Deutsch „Das Lichterfest“ findet im ganzen Land statt. Zu diesem Anlass werden kleine schwimmende Boote – die Krathongs – aus einem Stück Bananenbaumholz, Bananenblättern, Kerzen, Blumen und Räucherstäbchen gebastelt. Gemeinsam mit Freunden und Familie lässt man dann das (oder „den“, ich bin mir nicht sicher) Krathong im örtlichen Fluss oder See schwimmen. Es wird angenommen, dass so Unglück und Sünden davon geschwemmt werden und man Glück haben wird.

Ich verbrachte mein erstes Loi Krathong in Suratthani mit meiner Gastfamilie, der Direktorin, deren Tochter und meiner Familie aus Deutschland. Wir kauften uns alle Krathongs und zündeten sie an. Doch bevor wir die kleinen buntgeschmückten Boote zu Wasser ließen, sollte jeder noch ein Haar auf das Krathong legen, um das Glück herbeizuholen.

 

Chak Phra

Lila, orange, hellblau, gold glänzend – in allen Farben stehen die riesigen Boote, jedes einzigartig und aufwändig verziert, in den Straßen Suratthanis. Circa 150 an der Zahl, eines aus jedem Tempel der Stadt. Während wir uns nähern, werden die eindringlichen Trommelgeräusche, wie man sie aus Piratenfilmen kennt, wenn sich ein feindliches Schiff nähert, immer lauter. Sie kommen von den Mönchen, die in ihren orangefarbenen Kutten auf den Booten sitzen und behaarlich die Trommel schlagen.

Chak Phra, heißt das Spektakel; wortwörtlich übersetzt bedeutet das „Ziehe den Mönch“. Es ist einzigartig im Süden Thailands. Speziell Suratthani ist bekannt für sein ausgedehntes und farbenfrohes Festival. Dieses markiert das Ende der buddhistischen Fastenzeit (Khao Phansa – Ogg Phansa: Vom Beginn bis zum Ende der Regenzeit). In dieser drei Monate lang währenden Phase sollen sich die Mönche in ihren Tempeln aufhalten und nicht umherziehen. Dieses Jahr fand Chak Phra zwischen dem 2. und 10. Oktober statt.

Meine Gastmutter, Gastschwester, meine Adivsorin Pi Bu und ich machten uns also auf, um an der Chak Phra Tradition teilzunehmen. Jeder von uns bekam ungefähr 50 Ein-Bath Stücke, die wir anschließend in Dosen, die an allen Booten angebracht waren, warfen. Währenddessen Wai-ten (Wai = Verbeugung) wir den Mönchen zu, die uns mit  Wasser besprühten. Von jedem Boot konnte man ein kleines weißes Armband mitnehmen, das von den Mönchen gesegnet wurde und Glück bringen soll.

Außerdem gibt es rund um das Chak Phra Fest in Surratthani viele andere Veranstaltungen, wie Bootsrennen auf dem Tapi Fluss, Thai Dance Veranstaltungen und einiges mehr.

 

Bis bald! 🙂

Eva

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “Pull the monk and float the boat

  1. Carsten Melchert schreibt:

    Hallo Eva,
    ganz toll geschrieben, viele brauchbare Infos und prima Fotos. Man erkennt, dass du schon viel erlebt hast und deine Zeit geniesst – mach weiter so. Diese Erfahrungen kann dir keiner mehr nehmen.

    Sulzfeld grüßt die Weltenbummlerin
    CEet Melchert

    Liken

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